Man soll ja immer testen, bevor man ein neues Betriebssystem installiert – daher wollte ich mir mal anschauen, wie das Ubuntu Netbook Remix (UNR) so aussieht. UNR ist ein für Netbooks designtes Ubuntu, das den begrenzten Platz auf Netbookdisplays besser ausnutzen soll und recht schlank ist.
Da für Netbooks gemacht, kommt das UNR auch gleich als .IMG-File, aus dem man einen bootbaren USB-Stick herstellen kann. Für Netbooks ist das gut, für virtuelle Maschinen (unter Parallels und Virtualbox) ist das schlecht, weil die nicht von USB-Sticks booten können. Bei VMWare weiss ich´s nicht, vielleicht ein geneigter Leser?
Wie bekommt man jetzt das .IMG in ein brauchbares Format? NRG2ISO war meine erste Idee, aber das klapperte nicht (uanable to find boot device).
Idee 2: die Konverter der Virtualisierer testen! Parallels bringt den Transporter mit, VirtualBox hat den Befehl “VBoxManage convertdd” an Bord.
Der Parallels Transporter weigerte sich auch, das .IMG-File in eine virtuelle Platte zu konvertieren. Also flugs nochmal VirtualBox installiert und mal diesen Befehl ausprobiert:
VBoxManage convertdd ubuntu-9.04-netbook-remix-i386.img ubuntu-9.04-netbook-remix-i386.vdi
Das klappt zumindest ohne Fehlermeldung.

Erster Test: in VirtualBox eine neue Maschine machen und “anbooten”. Dazu habe ich “Manager für virtuelle Medien” das eben konvertierte Diskimage (.VDI) hinzugefügt und anschliessen der neuen Maschine als zweite Platte zugewiesen. Beim booten muss man dann mit F12 die zweite Platte auswählen. Der Boot war erfolgreich:


Für Benutzer von VirtualBox ist “der Fisch jetzt geputzt”: die Installation auf die erste Platte stellt kein Problem mehr dar.
Benutzer von Parallels (und ggfs auch VMWare) sollten jetzt eigentlich die Option haben, das zuerst konvertierte Diskimage von UNR mit dem Transporter erneut zu konvertieren und analog zum Vorgehen bei VirtualBox dann eine neue Maschine anzulegen. Oder sie installieren UNR unter VirtualBox und konvertieren danach die komplette Maschine bzw. deren Platte von dort. Aber Pustekuchen!
Der Parallels Transporter weigert sich beharrlich, sowohl die virtuelle Maschine als auch eins der Diskimages zu migrieren!
Der Export aus VirtualBox in OVF-Format (auch Legacy) hätte klappen können, schliesslich erzeugt VirtualBox dabei ein VMDK-File (VMWare-Format). Aber tut auch nicht:

Naja, zum testen bleib ich halt bei VirtualBox, ist umsonst und auch kein Schwergewicht.
Merke: die Profi-Virtualisierer von Parallels haben auch ihre Grenzen. Gut , dass es VirtualBox gibt
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