Wandern im Meteora-Gebiet

Agia Triada und Kalambaka

Wir waren eine Woche in Griechenland im Meteora-Gebiet wandern – zwischen Felsen und Klöstern gab es viel zu sehen. Die Felswände gehen dort teilweise 300 Meter senkrecht hoch und oben drauf sitzt dann ein Kloster wie drangeklebt.
Absolut beeindruckend und nicht zu Unrecht Weltkulturerbe der Unesco.
Fotos der Tour finden sich am Ende des Beitrags und in meinem Flickr-Album.

In der Vorbereitung war nicht viel über Wanderungen in dem Gebiet zu erfahren, deswegen stelle ich hier jetzt einfach mal ein paar grundsätzliche Tips zum Wandern in der Region ins Netz.


Ausrüstung:
Auf jeden Fall festes Schuhwerk, egal wie warm es ist. Abseits der Strassen sind die Wege steinig und nach Regen auch rutschig. Ausserdem treiben sich da ein paar Schlangen rum, die eigentlich mehr Angst als Mut haben, aber vielleicht einen saftigen, duftenden dicken Zeh in Flips-Flops bedrohlich finden könnten…
Ansonsten: das Übliche.

Viele Wanderwege gibt es nicht und die paar haben nicht unbedingt auch eine Kennzeichnung. Man folgt halt dem Pfad, so er sich zu erkennen gibt. Ein gelegentliches Steinmännchen hilft da schonmal…  Wegweiser sind ebenso selten wie topografische Karten, so dass man sich auf die Schemakarten der Tourismusbehörde verlassen muss. Aber das klappt ganz gut, eben weil es so wenig Wege gibt..
Strassen als Wanderabschnitt zu benutzen lässt sich nicht vermeiden, ist aber ungefährlicher als man denkt.

Hilfreich ist natürlich, wenn sich der Unterkunftgeber (so wie unserer) auskennt.

Das Wandergebiet insgesamt ist nicht zu groß, so dass man durchaus Zeit für die Besichtigung der Klöster einplanen kann, ohne in Zeitnot zu geraten. Vom Umfang her kann man z.B. den Hauptstock von Kalambaka aus in locker 2 Stunden umrunden – siehe Track hier, der linke Abschnitt.
Wichtig: die Öffnungszeiten der Klöster checken, da die sehr unterschiedlich sind. So macht z.B. Agios Stephanos von 13:30 – 15:30 Mittagspause während Agios Nikolaos schon um 15:30 schliesst…
Jeden Tag in der Woche hat ein anderes Kloster Ruhetag.
Die meisten Klöster öffnen um 9:00 Uhr und die Masse der Busse schlägt ab 10:00 Uhr auf. Ab dann macht eine Klosterbesichtigung keinen Spass mehr, weil man vor lauter Menschen einfach nichts mehr sieht. Ab ca. 17:00 Uhr hat man dann das Gebiet wieder fast für sich :-)

Unterkunft:
Gibts wie Sand am Meer, ich kann das Alsos House empfehlen. Wirt Yannis ist echt locker drauf, verlangt so um die 50 € für das Doppelzimmer mit “Frühstück” (Weissbrot, Scheibletten Marmelade, Cornflakes – aber immerhin Filterkaffee!), hat freies WLAN und verleiht auch schonmal den Wanderstock seines Grossvaters, damit man sich vor wilden Tieren schützen kann ;-)

Essen/Verpflegung:
Lecker, was sonst? Preislich etwa 1 -2 € unter deutschem Level. Entlang der Ringstrasse sollte man in der Mittagszeit keine Taverne aufsuchen, sonst gerät man unter die Reisebustouristen.
Wasser ist lebenswichtig, wir hatten schon über 30°. In den vielen kleinen Minimarkets in Kalambaka und Kastraki kostet die gekühlte 1,5-Litzer-PET-Flasche 1 €. Wenn man sich im Supermarkt (in Kalambaka hat´s übrigens auch einen Lidl: hier) mit einem 6er-Pack eindeckt, dann liegt der bei 1-2 €.

Noch Fragen? Immer her damit :-)

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5 Responses to Wandern im Meteora-Gebiet

  1. sebastian f. 1. Juni 2010 at 10:00 #

    Klingt nach einem tollen Abenteuer.
    Danke für die interessanten Informationen und einen schönen Tag noch!

    Schöne Grüße, Sebastian

  2. Ronny 1. Juni 2010 at 15:00 #

    Wow, Hammer! Würde so gerne einfach raus aus Deutschland. Beneide dich :(

  3. meta 6. Mai 2011 at 18:29 #

    Hi,
    wir wollen nächste Woche ins Meteora aufbrechen und dort wandern. Gibt es unterwegs einigermaßen trinkbares Wasser – wir würden gerne Zelten – oder muss man alles mitschleppen? Und hattet ihr Stress mit Hirtenhunden (wurden wir vor gewarnt).
    LG Meta

    • Stephan A. 7. Mai 2011 at 14:33 #

      Hallo Meta,
      packt auf jeden Fall Wasser für die Touren ein! Es gibt zwar immer mal wieder Kioske usw, aber die haben entweder lustige Öffnungszeiten oder Wucherpreise. Aus den wenigen Bächen würde ich nicht trinken.

      Mit Hirtenhunden hatten wir mangels Herden dort keine Sorgen – in den um die Meteora-Felsen umliegenden Gegenden wäre ich da aber schon vorsichtiger. Ein kräftiger Stock wäre da angeraten.

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  1. Heckengäu - 31. Mai 2010

    RT @y3kde: Blubb: Wandern im Meteora-Gebiet http://is.gd/cxoDJ

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