So ein WordPress-Theme ist ja ständig im Umbruch, zumindest wenn man sich nicht zu einem teuren Profi-Theme hat hinreissen lassen. Mein Theme ist zwar derzeit recht nett, aber irgendwie… naja, was neues muss her. Das möchte ich aber ausgiebig anpassen und testen. Das kann man zwar mit einem Zweitblog machen, ist aber lästig: Dateien lokal ändern, per FTP hochladen usw…
Deswegen kam mir dieser Beitrag von Cywhale auch gerade recht. Er beschreibt da, wie man sich eine lokale Webumgebung (LAMP) unter Linux aufbaut und ein WordPress dort reinkopiert.
LAMP? Linux, Apache, MySQL, PHP – kann ich auch, dachte ich. Am Mac habe ich die Werkzeuge um am Theme zu arbeiten, inklusive Parallels für eine virtuelle Linuxmaschine als Basis. Ein neues Ubuntu war schnell installiert, der Rest ging auch zügig von der Hand, schliesslich mache ich ja immer tapfer Backups vom Blog und der Datenbank.
STOP!
Ist sicher eine gute Sache, so eine virtuelle Maschine, das muss man nicht weiter erörtern. Aber einen wirklichen Vorteil bringt es nicht im Vergleich zu einem Zweitblog und Overhead erzeugt sie zudem. Besser gehts mit MAMP: die notwendige Systemumgebung
(Mac, Apache, MySQL, PHP) für den Mac und das mac-typisch “non-invasiv”, also ohne Spuren bei der Beseitigung zu hinterlassen. Kostenlos ist die free-Version obendrein.
Warum MAMP? Nun, LAMP ist Linux, da lag es nahe, Mutter Google nach “M” statt “L” zu fragen, also nach MAMP. Es gibt auch ein XAMPP-Projekt, das für fast alle Plattformen verfügbar ist. Aber irgendwie las sich die Beschreibung von MAMP Mac-spezifischer und simpler. Der besondere Charme: wenn man keine besonderen Anforderungen hat, rennt MAMP out of the box, ohne dass man sich um Anpassungen von Apache oder MySQL kümmern muss. Konzentration auf den Kern der Sache. Anspruchsvollere Anwender sind bei XAMP besser aufgehoben.
MAMP installiert sich in einen Ordner unter /Applications, wo sich auch der Standardplatz für die htdocs befindet (kann aber geändert werden). Habe ich nicht geändert und mir damit auch irgendwelche Scherereien mit Apache-Modulen oder weissderhenkerwas erspart. Es geht ja um eine lokale Testumgebung, nicht mehr und nicht weniger.
Standardmässig werden die Ports 8888 für den Webserver und 8889 für PHPMyAdmin verwendet. Im Einstellungsdialog kann man auch die Standardports 80 und 3306 einstellen, muss aber beim Start von MAMP dann das Systemkennwort eingeben, weil das unter Mc OS X bei Ports < 1024 nunmal so ist.
Auch schön: man kann MAMP genau dann laufen lassen, wenn man es benötigt. Einfach die App starten und fertig. Dem einen sein Feature ist dem anderen sein Bug…
Die App bietet unter dem Button “Startseite öffnen” einen Link zu einer Infoseite und dort Verlinkungen zu u.a. PHPMyAdmin u.a. – siehe Screenshot.
So macht dann das themepimping Spass: lokal arbeiten und testen.
Kleine Ergänzung noch zu Cywhales Anleitung für den den Datenbankimport bzw. die Anpassung danach: bei meinen Installationen musste der Datenbankname ohne einfache Anführungszeichen gesetzt werden. Die SQL-Syntax sieht dann so aus:
UPDATE wp_options
SET wp_options.option_value=’http://localhost’
WHERE wp_options.option_value
LIKE ‘http://die-online-url%’
Screenshots:










Ich hab XAMPP unter Win 7 zu laufen. Ist auch ganz einfach, kommt ja fertig konfiguriert. Und der “Starter” sieht auch so ähnlich. Ist ja auch irgendwo alles das gleiche. Aber auf alle Fälle eine gute Testumgebung die ich nicht mehr missen möchte. So kommen nur noch getestete/bereinigte Plugins und Themes überhaupt online.