WordPress beschleunigen mit CDN?

Als ich meinen letzten Tapetenwechsel vollzogen hatte, gings auch um den Einsatz eines neuen Cache-Plugins sowie die Auslagerung von Inhalten auf ein CDN. Ich hatte damals versprochen, nach einer gewissen zeit ein Fazit zu ziehen…. nun, hier kommt die Abrechnung:

Die Ordner “wp-content” und “wp-includes” wurden also nach Amazon S3 ausgelagert. Hier gleich ein kleiner Hinweis: wer dort neue Buckets (so heissen die Verzeichnisse bei S3) anlegt, sollte darauf achten, dass die in der Region EU-Ireland zu liegen kommen. Mit dem Firefox-Addon S3Fox geht das zum Bleistift.

Kosten:
Die Preise von S3 schaut man sich am besten hier an – auch dort wieder auf die Region EU-Ireland achten. Mein kleines Blog hat in vier Wochen (inklusive initiales Hochladen der Inhalte) unter 1 US-Dollar (94 Cent) an Kosten verursacht. Also wirklich nicht viel… ist die Frage, ob sich ein Geschwindigkeitszuwachs bemerkbar macht und ob der sich auch lohnt.

Geschwindigkeit:
Mit den Pingdom-Tools habe ich die Hauptseite meines Blog in veschiedenen Zuständen gemessen. Ich denke, dass die Hauptseite eine gute Mischung aus Text und Grafik (ausgelagert) bietet und in etwa repräsentativ für andere Seiten ist. Das sind die aktuellen Messungen:

  • Hauptseite, mit CDN, Cache leer – 2,9 Sekunden
  • Hauptseite, mit CDN, cached – 1,9 Sekunden
  • Hauptseite ohne CDN, Cache leer – 4,4 Sekunden
  • Hauptseite ohne CDN, cached – 2,7 Sekunden

Man sieht einen Geschwindigkeitszuwachs von 25 – 30 %. Naja, das ist jetzt der Wert, nachdem ich ganz heftig Plugins ausgemistet und ausgetauscht habe – davor lagen die Ladezeiten bei 7 – 8 Sekunden, aber im gleichen Verhältnis wie jetzt.

Fazit:
Plugins ausmisten und gegen performantere austauschen bringt (kostenfrei) Performance. Ob einem dann noch ein paar wenige Sekunden Ladezeitverringerung das (zugegeben geringe) Entgelt wert sind, muss jeder selber wissen. Ich schalte mein CDN jedenfalls erstmal nicht ab, sondern suche andere brauchbare Anwendungen für S3. Datensicherung vielleicht? We´ll see…

Achso: die (gfühlt) grössten Performancefresser waren die Plugins

Vermutlich gibts da noch viel mehr Optimierungsmöglichkeiten, aber man will ja in Zukunft auch noch was zu tun haben…

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16 Responses to WordPress beschleunigen mit CDN?

  1. m@rtin 24. Februar 2010 at 21:43 #

    wie hast du das CDN gelöst mit dem beiden ordner? das thema interessiert mich….

    • Stephan A. 24. Februar 2010 at 21:44 #

      Das kann man in dem Plugin W3Total Cache (Link im Beitrag) einstellen. Ist wirklich easy;-)

  2. m@rtin 24. Februar 2010 at 21:46 #

    o.k… ich überlege mir dies mit einem photoblog zu tun, das ich meine bilder dort drauf lade… wird das regelmässig gesichert, die daten auf amazon s3?

  3. m@rtin 24. Februar 2010 at 21:51 #

    o.k… danke… überigens wegen dem 2do app, hast eine directmessage in twitter :-D

  4. Tom 25. Februar 2010 at 08:14 #

    Schön, dass du erkannt hast, worum es mir bei Tiny Contact Form geht. Und danke für die Empfehlung. :)

  5. fidel 25. Februar 2010 at 09:02 #

    Bzgl Performanceoptimierung kam ich beim letzten Umbau auch auf den Trichter dass

    * Plugins
    * Themes
    * sowie Webserver selbst

    wohl die besten Ansatzpunkte sind.

    Die MySQL DB Entschlacken (Revisionen) sowie alle Bilder mal web-optimieren macht zwar keinen Spaß … aber lohnt sich ebenso ;)

  6. cimddwc 25. Februar 2010 at 11:59 #

    Bei deinen Performancefresser-Plugins wundert mich dann wieder, dass du ein Piwik auf dem eigenen Server gegenüber dem externen WP.com-Dienst – den ich noch nicht als Performancefresser im Auge hatte – bevorzugst.

    Und Akismet dürfte doch auch nur beim Kommentieren (bzw. Spambots) in Aktion treten, den meisten Besuchern also nicht so sehr auffallen, oder?

    • Stephan A. 25. Februar 2010 at 12:14 #

      @cimddwc
      Ich nutze nicht das piwik-Plugin sondern habe den Code in den footer gepackt. Gefühlt deutlich (!) schneller als das Plugin

      Akismet: jedes aktivierte Plugin wird ja im Header geladen… und auch da war der gefühlte Performancegewinn deutlich.

      Hauptsache es läuft ;)

  7. plerzelwupp 26. Februar 2010 at 12:29 #

    Die Erreichbarkeit der Server ist zwar sehr gut, dennoch ist es meines Erachtens fraglich, ob sich der ganze Aufwand lohnt. Zuerst müsste man mal vor der eigenen Haustür kehren, kräftig ausmisten und optimieren.

    Wenn die gängigen Tools (Firebug, YSLow, Google Pagespeed) dann nix anderes mehr zu meckern haben als “CDN”, dann wäre es eine Überlegung wert ;-)

    Über Blogladezeiten und -optimierungen hab ich in der letzten Zeit auch einiges geschrieben. Nun stehe ich mit neuem Theme da und fange wieder von Vorne an – es ist ein immerwährendes Spiel.

    Akismet halte ich übrigens für sehr problematisch – AntiSpamBee ist da meines Erachtens die deutlich bessere Wahl.

  8. plerzelwupp 26. Februar 2010 at 12:33 #

    Sorry, eine Sache hab ich ganz vergessen.

    Unabhängig von meiner Einstellung zum Thema fand ich sehr interessant, was du geschrieben hast, was es kostet, wie du es bewerkstelligt hast und wie sich das Ganze auswirkte. gute ARbeit! ;-)

  9. Stephan A. 26. Februar 2010 at 13:03 #

    @plerzelwupp
    Schankedön ;-)

    Das blöde bei der Meckerei von YSlow und Co ist, dass die die Anstrengungen meines W3Total-Cache in Sachen JS-/CSS-Minify nicht würdigen – deswegen der “klassische” Test mit den Pingdom-Tools.

    Und ich gebe Dir in Sachen Theme/Plugins natürlich Recht ;-)

  10. Isi 16. März 2010 at 16:04 #

    Hmm, also ich glaube diese 30% würden schon was bringen. Habe auch größere Blogs, da wäre das durchaus ideal. Werde es mal versuchen, auch wenn es sich kompliziert anhört :)

  11. Masi 19. März 2010 at 17:23 #

    Wir wollen auch ein Block aufziehen, hoffe diese Tipps helfen. Oder sind die neuen Versionen nicht mehr so betroffen?

  12. Lukas 12. Mai 2010 at 16:56 #

    Würde mich auch einmal interessieren, kann ich eine neue Version einfach ohne bedenken aufspielen oder muss ich noch groß etwas dabei beachten?

  13. 5n1gou8i 27. Januar 2012 at 16:57 #

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