Review: Geotagger i-gotU GT-120
Die Firma Mobile Action hat mir freundlicherweise einen ihrer GPS-Logger geschickt – nicht, weil ich so ein netter Kerl bin, sondern weil ich den mal genauer betrachten und was drüber schreiben soll.
Das mache ich doch gerne – schliesslich habe ich gleich zwei Anwendungsbereiche, in denen ich mit meinen bisherigen GPS-/Geo-Lösungen eher unzufrieden bin: Fotos und Laufen. Ich werde also die Hard- und Software für diese Anwendungsfälle genauer beleuchten. Eine Community gibts auch, dazu am Ende etwas mehr.
Das Gerät selber (ein i-gotU GT-120) ist sehr klein und leicht. Es kommt in einem Apple-like Design daher und braucht nur einen Knopf zur Bedienung. Nett ist die (allerdings hellblaue) Halterung, die das Gerät abdichtet und eine Schuhmontage ermöglicht.
Die Funktionsweise ist direkt auf der Verpackung und in der (deutschsprachigen) Hilfe gut erklärt.
Zwei LEDs informieren über den Status des Geräts, wobei mir hier etwas mehr Rückmeldung lieber wäre: schaltet man den Logger ein, dann blinkt die blaue LED erstmal alle paar Sekunden zum Zeichen, dass er lebt. Ein brauchbares Signal und der Aufzeichnungsmodus werden durch doppeltes Blinken signalisiert. In der Sonne ist das manchmal schwierig zu unterscheiden, so dass man mit Pech erst hinterher am Rechner erfährt, dass der Logger noch gar nicht so weit war, als man losgelaufen ist. Beim Wandern nicht schlimm, beim Joggen fatal…
Eine LED mit Ampelfarben wäre hier besser! Immerhin fällt positiv auf, dass das Gerät erst dann mit der Aufzeichnung beginnt, wenn es ein ausreichend starkes Signal hat. Andere Geräte produzieren im Gegensatz dazu schonmal Ausreisser, so bin ich schon einmal einen Marathon in einer Stunde gelaufen ![]()
Geotagging von Fotos habe ich in letzter Zeit nur noch manuell mit der (wirklich genialen) Software “GeoSetter” von Friedemann Schmidt gemacht. Das Aufzeichnen von Tracks und spätere Zusammenfügen mit den Fotos (anhand der Uhrzeit werden dann die entsprechenden GPS-Koordinaten in die EXIF-Tags der Bilder eingetragen) hat für mich nie richtig befriedigend funktioniert: zu gering die Akkulaufzeit der Logger, zu ungenau und instabil die Aufzeichnung der Tracks. Der igotU soll das besser können…
Kann er auch – jedenfalls wenn man ihm anfangs ein paar Minuten Zeit gibt, das Signal sauber zu synchronisieren (s.o.). Dann aber zeichnet er recht sauber und stabil auf, auch unter dem dichten Blätterwald meiner Laufstrecke hat das prima geklappt.
Leider ist die Akkulaufzeit (in der Standardkonfiguration) mit ca. 10 Stunden nicht urlaubstauglich… wer beim Wanderurlaub kein Note-/Netbook oder USB-Ladegerät mit Buchse dabei hat, der ist nach spätestens zwei bis drei Tagen aufgeschmissen.
Man kann die Aufzeichnungsgenauigkeit ändern – bei einer Log-Frequenz von 120 Sekunden ergeben sich so ca. 120 Stunden Batterielebensdauer. Hier muss dann jeder seine eigene Vorliebe finden und festlegen, denn die Frequenzeinstellung geht nur über die Software, was im Urlaub wieder problematisch sein kann.
Wer mehr Akku-Lebensdauer braucht, kann auch auf den GT-200e zurückgreifen. Der kann dann auch Bluetooth und so. Hier wurde ein batteriebetriebenes USB-Ladeteil vorgestellt, kreativ aber unpraktisch ![]()
Die Software ist ansonsten simpel; man wird beim Auslesen des Tracks schon nach verschiedenen Informationen gefragt und kann auch gleich Fotos von einer anderen Quelle hinzufügen, die dann geogetagged werden und in der Trackübersicht anzusehen sind. Soweit, so gut.
Aber Achtung: die Software schreibt die Koordinaten direkt (nach Rückfrage) in die EXIF-Daten der Bilder, auch wenn die sich noch auf der Chipkarte der Kamera befinden. Also sicherhaltshalber erstmal an einen sicheren Ort kopieren.
Beim Laufen verhält es sich hinsichtlich der Aufzeichnung wie eben beschrieben. Wer Informationen über die zurückgelegte Strecke, Höhenmeter oder Geschwindigkeitsabschnitte haben möchte, muss beim Laden des Tracks die Vorlage “sportlich” wählen oder das im Nachhinein über die Vorlagenfunktion des Trackeditors ändern.
Man muss sich insgesamt die Frage stellen, ob man statt mit einem Allrounder, wie es der igotU oder auch ein iPhone ist, nicht besser mit verschiedenen Spezialisten fährt: ein GPS für den Blitzschuh der digitalen Spiegelreflex, eine Pulsuhr mit GPS-Empfänger usw. Eine reiche Erbtante braucht man dann natürlich auch :-/
Zurück zum Thema: die Community
Es gibt von Mobile Action eine web-zwo-nullige Community, auf der man zweitgemäß seine Wanderungen und Photos “sharen” kann. Andere Teilnehmer können die dann kommentieren usw. Kennt man ja.
Ich finde es etwas schwierig, mich dort zurechtzufinden bzw. etwas überhaupt zu finden. Das mag natürlich an der (noch?) etwas dünnen Auswahl liegen. Wird sich sicher mit der Zeit ändern. Aber trotzdem: Schätze gibts auch dort zu heben:
Fazit:
Der Logger ist nicht schlecht, wenn auch der Akku etwas schwach ist und die Haptik besser sein könnte. Die Software macht einen guten Eindruck – wenn man sich aufs geotaggen von Fotos beschränkt. Wer möchte, bekommt noch eine Touren-Community dazu.
Für rd. 59,90 € UVP (im Internetbuchversandhandel u.U. etwas preiswerter) bekommt man ein durchaus angemessenes Gerät.
Danke nochmal an Mobile Action für die Teststellung ![]()
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Ich werde öfter gefragt, welches GPS-Gerät denn nun das richtige für verschiedene Aktivitäten ist. K
















Ich teste auch den GPS Logger mit noch anderen Funtionen, wie Finder (ist genial) gekeuft bei Pearl. StarHiker 65 von NavGear. (nur 25 g schwer)
Die Erfahrungen und Tipps, sowie Fragen dazu, die vielleicht jemand von der cummunity beantworten kann.
http://www.roband.ch/gps
Wer weniger läuft sondern mit einer digitalen Spiegelreflex durchs Leben geht hat es mit einem direkten Geotagger weit bequemer … z.B. dem “Dawntech Pro Logger” … leider nicht für alle Kameras.
Ansonsten ist geosetter wirklich klasse!
@seb: für meine Canon EOS 300D gibts da nicht wirklich viel. Ich hab mal ein Gerät gefunden, das aber am Ende nichts anderes ist als der hier vorgestellte Logger, nur dass er auf den Blitzschuh gestöpselt wird. Am Ende muss man doch die Bilder und den Track zusammenführen.
Ich versteh nicht, warum sich die Hersteller so schwer tun: ein Blitz liefert doch auch Daten, die in den EXIF-Tags landen….
Hier wurde ein batteriebetriebenes USB-Ladeteil vorgestellt, kreativ aber unpraktisch
Hi, depends what you expect to do and in what conditions you would be to have such a battery charger… in my case, with a backpack, in tent or hostel, it was really practical, always ready for any type of device, light and useful !
Cheers .-)