Archive | Juni, 2009

Happy Feeds mit Fever

feverpileWas ist (mir) wichtig an einem Feedreader?

Ich will überall meine Feeds lesen können, im Büro, daheim, auf dem Handy, an einem fremden Rechner. Dabei sollen die Feeds aber schön synchron gehalten werden.

Erste und einfachste Lösung: GoogleReader. Habe ich lange benutzt, war mir irgendwann wegen merkwürdigen Zeitverzögerungen zu blöd.

Dann habe ich es mit Feeds on feeds und Gregarius versucht. Beides sind  Lösungen, die man auf dem eigenen Webspace installiert. Der eine Reader war zu unkomfortabel, der andere hat immer mal wieder Feeds als ungelesen angezeigt, die schon gelesen waren. Ich entsinne mich auch einiger Updateprobleme.

Dann bin ich zu einer … naja, sagen wir mal “Client-Server-Lösung” übergegangen: Webservice von Newsgator (man muss sich dort anmelden, die Clients syncen dann mit diesem Service), als Clients NetNewsWire (Mac/iPhone) bzw. FeedDemon (Windows). Das hat wirklich gut geklappt, auch wenn die iPhone-App etwas träge und spartanisch ist.

Gestern aber kam dann das “WOW”: bei Christoph habe ich Feedafever gesehen.
Wieder eine Lösung, die man auf dem eigenen Webspace installieren kann. Das Interface ist genial einfach – da passt wirklich der Spruch “weniger ist mehr”.

Eine moderne Oberfläche, die das Wesentliche anzeigt, in der sich Feeds sortieren und gruppieren lassen, die bisher sehr sauber updatet und die als Bonbon noch eine Hotlist der am meisten diskutierten Themen mitbringt. Ich habe mich direkt heimisch gefühlt.

Das Update der Feeds kann im Browser oder/und via Cronjob(s) erfolgen.
Dazu gibts noch ein aufs iPhone zugeschnittenes Interface.

Damit erfüllt Fever bisher alle meine Voraussetzungen von oben: da browserbasiert sind meine Feeds überall lesbar und synchron. Dazu ist es noch sexy;-)

Einschränkung: Fever ist eine Ein-Mann-Show, das heisst man kann nicht wie bei Gregarius für eine ganze Familie die Feeds hosten, sondern nur für einen User. Mir reicht das ;-)
Noch kann man zB auch einzelne Posts auf nicht “ungelesenen” setzen, es gibt allerdings einen Save-Ordner.

Wermutstropfen: Fever kostet 30 US-Dollar. Auf der gut gemachten Webseite kann man sich aber umfassend informieren – ich hab´s jedenfalls nicht bereut!

Die Installation ist einfach: Datenbank anlegen, fever herunterladen, die Readme beachten (jaja), und den Anweisungen im Webbrowser folgen.

Screenshots:

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Später…

OS3

In den nächsten Tagen wird es wohl erste Erfahrungen mit dem Jailbreak geben, dann zieh ich mein iPhone auch auf Version 3 hoch.

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Warnung: Solarien sind gefährlich!

Und nicht nur wegen Hautkrebs! Guckst Du hier:

YouTube Preview Image

via

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The Onion Router – TOR

tor-logoWenn man sich die aktuelle Berichterstattung aus dem Iran so ansieht, dann hoffen wohl die meisten wie ich auch, dass sich dort alles im Sinne der Reformer zum Guten wendet. Noch ein Pulverfass in der Region wäre wohl zuviel des “Guten”…

Als EDV-Fuzzi interessiert mich allerdings auch, wie die Jungs und Mädels dort es schaffen, an der Zensur vorbei ihre Tweets, Fotos und Filme ins Web zu stellen.

Mir ist da als erstes (und zugegebenermaßen einziges) Mittel das TOR-Projekt eingefallen. TOR (The Onion Router) ist eine Software, die lokale Internetanfragen abfängt und über ein Netz verschiedener teilnehmender Knoten leitet, so dass bei der Zieladresse der Ursprung der Anfrage nicht mehr erkennbar ist. Genauer erklärt ist das hier.

Auf der Projektseite findet sich auch eine interessante Zusammenstellung der Zielgruppen: normale Internetnutzer, Mititärs, Journalisten, Aktivisten & Informanten, Prominente, Geschäftsleute und Blogger.

Ich habe aus den Anfangszeiten TOR nur als recht komplizierte Kombination verschiedener Programme und Dienste in Erinnerung. Umso überraschter war ich, dass es mittlerweile TOR quasi als USB-Version für Windows zum Download gibt. Installationspakete für Mac OS X und verschiedene Linuxe gibt es auch.

Ich habe mir mal “gschwind” die aktuelle Version für Windows auf einen USB-Stick kopiert und bin überrascht, wie komfortabel das inzwischen ist. Eine EXE-Datei, die alles weitere erledigt und danach einen vorkonfigurierten Firefox-portable startet. Die Geschwindigkeit hat sich allerdings nicht deutlich verbessert: durch die Zwischenschaltung vieler Server ist TOR naturgemäß träge.

Pro: man kann für Firmennetzwerke Proxies eintragen und den gesamten Verkehr mit dieser Einstellung über bestimmte Ports durch die Firewall schleusen.

Natürlich kann die Verschleierung der Quell-IP nicht die üblichen Sicherheitsmaßnahmen bzgl. Cookies, Javascript etc. ersetzen. Mehr dazu hier.

Man sollte das Projekt unterstützen und den eigenen Rechner oder eine virtuelle Maschine vielleicht als Node teilnehmen lassen. Weiss ein geneigter Leser, wie da in D die Rechtslage ist?

Screenshots:

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Ich kam, sah und linkte: 4.06. – 14.06.

Meine Linksammlung bei del.icio.us: delicious42px.gif

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Ubuntu Netbook Remix in eine virtuelle Machine installieren

UNRMan soll ja immer testen, bevor man ein neues Betriebssystem installiert – daher wollte ich mir mal anschauen, wie das Ubuntu Netbook Remix (UNR) so aussieht. UNR ist ein für Netbooks designtes Ubuntu, das den begrenzten Platz auf Netbookdisplays besser ausnutzen soll und recht schlank ist.

Da für Netbooks gemacht, kommt das UNR auch gleich als .IMG-File, aus dem man einen bootbaren USB-Stick herstellen kann. Für Netbooks ist das gut, für virtuelle Maschinen (unter Parallels und Virtualbox) ist das schlecht, weil die nicht von USB-Sticks booten können. Bei VMWare weiss ich´s nicht, vielleicht ein geneigter Leser?

Wie bekommt man jetzt das .IMG in ein brauchbares Format? NRG2ISO war meine erste Idee, aber das klapperte nicht (uanable to find boot device).

Idee 2: die Konverter der Virtualisierer testen! Parallels bringt den Transporter mit, VirtualBox hat den Befehl “VBoxManage convertdd” an Bord.

Der Parallels Transporter weigerte sich auch, das .IMG-File in eine virtuelle Platte zu konvertieren. Also flugs nochmal VirtualBox installiert und mal diesen Befehl ausprobiert:

VBoxManage convertdd ubuntu-9.04-netbook-remix-i386.img ubuntu-9.04-netbook-remix-i386.vdi

Das klappt zumindest ohne Fehlermeldung.

convertdd

Erster Test: in VirtualBox eine neue Maschine machen und “anbooten”. Dazu habe ich “Manager für virtuelle Medien” das eben konvertierte Diskimage (.VDI) hinzugefügt und anschliessen der neuen Maschine als zweite Platte zugewiesen. Beim booten muss man dann mit F12 die zweite Platte auswählen. Der Boot war erfolgreich:

UNR-Boot-ScreenUNR-Live

Für Benutzer von VirtualBox ist “der Fisch jetzt geputzt”: die Installation auf die erste Platte stellt kein Problem mehr dar.

Benutzer von Parallels (und ggfs auch VMWare) sollten jetzt eigentlich die Option haben, das zuerst konvertierte Diskimage von UNR mit dem Transporter erneut zu konvertieren und analog zum Vorgehen bei VirtualBox dann eine neue Maschine anzulegen. Oder sie installieren UNR unter VirtualBox und konvertieren danach die komplette Maschine bzw. deren Platte von dort. Aber Pustekuchen!

Der Parallels Transporter weigert sich beharrlich, sowohl die virtuelle Maschine als auch eins der Diskimages zu migrieren!

Der Export aus VirtualBox in OVF-Format (auch Legacy) hätte klappen können, schliesslich erzeugt VirtualBox dabei ein VMDK-File (VMWare-Format).  Aber tut auch nicht:

Transporter-fail

Naja, zum testen bleib ich halt bei VirtualBox, ist umsonst und auch kein Schwergewicht.

Merke: die Profi-Virtualisierer von Parallels haben auch ihre Grenzen. Gut , dass es VirtualBox gibt ;-)

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