Ja ja, Mutter Google ist ja nicht nur böse (don´t be evil), aber ich möchte mich auch nicht ausschliesslich bei meinen Online-Anwendungen auf die amerikanischen Gutmenschen im besonderen oder auf Dienste Dritter im allgemeinen verlassen. Dirk hat sich dazu auch bereits trefflich ausgelassen.
Mail und Kalender verbleiben noch aus praktischen Erwägungen (mobiler Zugriff, Integration Mail/Kalender/Maps) noch bei Google, Flickr nutze ich auch – aber für den Google Reader habe ich inzwischen einen brauchbaren Ersatz gefunden: Gregarius. Anscheinend ein bereits älteres Projekt, das inzwischen wieder aufgelebt ist.
Gregarius ist eine Webanwendung, die als Feedreader agiert. Feedreader für den Desktop gibts viele, aber ich möchte meine Feeds daheim auf dem Windoof-PC genauso haben wie auf dem Macbook wie im Büro wie auf dem Handy. Da ist ein webbasierter Feedreader quasi zwingend.
Zwischenzeitlich bin ich auf Feeds on Feeds (Danke Dirk!) umgestiegen, aber die Optik war mir etwas zu altertümlich. Ausserdem hatte ich mit dem Webinterface auf dem Handybrowser keine Freude.
Nun also Gregarius. Was braucht man: Webspace, PHP, eine MySQL-Datenbank und einen Cronjob vom Provider, der regelmässig die Feeds aktualisiert. Sollte alles soweit kein Problem sein. Die Anleitungen zu Installation, Aktualisierung, Anpassung usw. findet man im Wiki.
Was bietet Gregarius?
- webbasierter Feedreader
- Optik durch Themes erweiterbar
- umfangreiche Adminoberfläche
- Funktionen durch Plugins erweiterbar
- einen Feed über die ungelesenen Feeds, den man z.B. bei Netvibes oder iGoogle einbinden kann. Klingt banal, aber seit ich von iGoogle zu Netvibes umgestiegen bin und das konsequent als Startseite nutze, vermisse ich den schnellen Überblick über ungelesene Feeds.
- für mobile Browser nutzbares Interface
Einen Nachteil gibts: Man muss die Gregarius-Installation per .htaccess schützen, sonst kann jeder Deine Feeeds lesen (wenn er die Adresse kennt). Im Wiki ist zwar die Rede von Multiuser-Umgebungen, aber ich konte bisher nicht konkretes dazu finden.
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