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Schluss mit lustig - Das Acht Prozent-Wunder oder: Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

Eigentlich sind Zitatposts ja nicht die feine englische, aber der hier muss sein: Kaiser spricht/schreibt mir aus der Seele!

Dem gibts nix hinzuzufügen:

von kaiserfive @ 10.01.2008 - 11:11:05

Alle Jahre wieder meldet sich der öffentliche Dienst zaghaft zu Wort, wird jämmerlich überfahren, als schädlich für den Bürger abgewatscht und wieder mit einer NULL abgespeist…doch das hat nun zu Ende!

Schluss mit lustig
Das Acht Prozent-Wunder
oder:
Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst

8 Prozent lautet die Forderung, in Buchstaben ausgedrückt ACHT, eine große Zahl, die beinahe an die 30 der GDL erinnert, doch Zeit wäre es, keine Frage, so nicht nur die Meinung der Gewerkschaften…

Unfair ist, dass man sofort dem Bürger wieder vorrechnet, was ihn dies kosten wird, um den Hass auf die Arbeiter, Angestellten und Beamten zu lenken, ihn grandios zu schüren…

Wieder hängt man den Klischee-Beamten aus dem Fenster, zeigt mit Fingern auf ihn, der nur von 9 bis 11 Fischereiausweise ausstellen sollte, zwei verschiedene Antragsformulare kennt und den ganzen Tag seinen Bleistift spitzt und vor Langeweile den Sekunden Namen gibt… Oder man nennt den Beruf des Lehrers, der angeblich ja nur aus Urlaub und täglichen Arbeitszeiten von max. 8 bis 14 Uhr bestehen soll…

Der Müllwerker, die Krankenschwester oder der Mitarbeiter in der Forstabteilung, der Angestellte des Garten- und Friedhofamtes, der Bulle, sie werden gerne außen vor gelassen. Für diese Berufsgruppe scheint die Teuerungsrate nicht zu gelten, sie sind unbequem, kosten den Steuerzahler ja nur Geld…

Fakt aber ist, dass man in den letzten Jahren nur mit Nullen nach Hause ging. In 23 Jahren bekam ich insgesamt nicht einmal diese 8 Prozent. Nicht unberücksichtig bleiben solte, dass das Personal, das angeblich so kostenintensiv und faul ist, seit Jahren drastisch abgebaut wurde und weiter ausblutet.

Ein erschreckendes Beispiel: Innerhalb der Polizei werden in den nächsten Jahren 50 (!) Prozent der zum heutigen Zeitpunkt beschäftigten Beamten in den Ruhestand gehen, die derzeitigen Einstellungen dekcen den tatsächlichen Bedarf nicht enmal zu 10 Porzent. Doch sie ist gewährleistet, die innere Sicherheit, keine Frage. Auf dem Üapier zumindest und schließlich passiert ja nichts, das ist doch der beste Beweis…

Na ja, diese 8 Prozent sind nun wieder in aller Mund eund das erste, was einem an den Kopf geworfen wird ist die Unkündbarkeit, der sichere Arbeitsplatz. Beim Bäcker bekomme ich dafür nichts zu essen, an der Tankstelle kein Benzin und mein Stromanbieter lacht ebenso…meine Kinder aber kosten dasselbe Geld wie die Kids, deren Eltern in den Zweigen arbeiten, die seit Jahren Lohn- und Gehaltszuwächse erfuhren.

Das es den Kommunen schlecht geht ist richtig, dass der Bürger, auch wir des öffentlichen Dienstes, immer mehr bluten müssen ist ebenso richtig. Doch bei dieser kranken Argumentation des sicheren Arbeitsplatzes, dem Geschwätz, dass man sich den Job selbst aussuchen kann etc. sollte man den öffentlichen Dienst eben einfach abschaffen, wenn er denn so wenig wert ist…

  • Wer sich ärgert bezüglich dieser Forderung von 8 Prozent, dem empfehle ich einen Blick gen Neapel, es stapelt sich der Müll.
  • Wer sich ärgert, dem empfehle ich vier Stunden Wartezeit in der Ambulanz eines Krankenhauses aufgrund Personalschwäche
  • Wer sich ärgert, der soll einmal bei minus 12 Grad zwei Stunden auf die Polizei warten,d a er nur an einem Baum klebt und nicht verletzt wurde, andere Einsätze Priorität haben, da es an Personal und Ausrüstung fehlt
  • Wer sich ärgert, der sollte beim nächsten Elternabend aufhören sich darüber zu ärgern, dass Unterricht ausfällt, da es eben zu wenig Lehrer gibt
  • Wer sich ärgert, dass das Ausstellen des Ausweises zu lange dauert, der sollte bedenken, dass das städtische und Landes-Personal inzwischen bei gesunkenem Personalstand ein Vielfaches an Aufgaben erfüllen muss
  • weitere Punkte nenne ich gerne auf Anfrage, Ehrensache…

Und nun? 200 Euro mindestens mehr im Monat, so lautet die Forderung für die unteren Einkomensgruppen, aus meiner Sicht längst überfällig.

Und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt…

Ein Kommentar

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  1. Danke!!! Und ja, ohne Worte…

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