Neuseeland: Basisdemokratie per Wiki

Neuseeland ist ein tolles Stück Erde: die Landschaft, der Sonnenbrandfaktor dank Ozonloch, der Dialekt… alles sehr eigen.
Jetzt kommt etwas noch Eigeneres dazu: das Neuseeländische Polizeigesetz wird in einem Wiki quasi basisdemokratisch von den Bürgern erarbeitet und diskutiert.
Auf den ersten Blick: Wow! Warum kam da bei uns noch keiner auf die Idee?
Auf den zweiten Blick: Naja… solange nicht gewährleistet ist, dass jeder Bürger freien Zugang zum Internet und damit die gleiche Chance zur Beteiligung am Wiki hat, kann die Sache in die Hose gehen. Dazu stellt sich die Frage der Teilnehmer und der Information/Motivation.
Die Teilnehmer könnten sich aus Gesellschaftsbereichen rekrutieren, die im Grunde mit Demokratie nichts zu tun haben. Klar, ein Wiki reguliert sich selber, aber kann man das Experiment wirklich auf staatlicher Ebene fortsetzen?
Wie werden überhaupt die Bürger zuverlässig über das Wiki informiert? Per Post wie bei einer Wahlbenachrichtigungskarte? Per Zwangsfeed?
Sehr problematisch… und sehr interessant. Auf jeden Fall ein Ansatz, der in Zukunft auf diese oder eine ähnlich Art noch öfter in Erscheinung treten wird!
via heise – auch gelesen von und bei Robert
Bildquelle: www.neuseeland.de
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Hallo Stephan,
Dein Anmerkungen hinsichtlich des Zugangs zu den Informationskanälen (wiki) ist ganz wichtig in diesem Zusammenhang. Darüberhinaus sollte man nicht vergessen, dass ein Vorgehen bei einem 80-Millionen-Volk nicht so “einfach” ist, wie z.B. in einem Land wie Neuseeland.
Gruss
Marc