USB-Laufwerks-Management unter Windows (W2K/XP)

Hard Drive

USB-Sticks und -Festplatten sind ja eine feine Sache: plug and use. Dumm nur, dass man unter Windows nie ganz sicher sein kann, unter welchem Laufwerksbuchstaben welches USB-Gerät denn nun zu finden ist. Ärgerlich, wenn man z.B. Datensicherungsscripte kaufen lassen möchte, die einen fixen Laufwerksbuchstaben benötigen.

In der Datenträgerverwaltung kann man den Buchstaben dann natürlich ändern, aber das ist mit viel Klickerei verbunden.

Ist dann noch ein Netzwerklaufwerk vorhanden und man stöpselt einen Multi-Slot-Kartenleser an, dann erscheint einer der Slots u.U. erst gar nicht, weil das Netzwerklaufwerk “drüber liegt”….

Das nächste Problem ist, so ein Gerät wieder abzustöpseln: wenn Windows das Gerät noch nicht ausgeworfen hat, droht Datenverlust: dann hat man etwas auf den Stick kopiert und stellt dann am Zielort fest, dass da gar nichts drauf ist…
Sicheres Auswerfen (über das Tray-Icon für USB-Geräte) ist auch mit Klickerei verbunden und recht unübersichtlich. Bei Vista gibts immerhin im Kontextmenü des Laufwerks den Punkt “Sicher entfernen”.
Eleganter machen das Linux und MacOS: das Gerät erscheint nach dem Einstecken auf dem Desktop und kann per Kontextmenü ausgeworfen werden. Aber hier gehts ja leider grade um Windows XP und 2000…

Abhilfe schafft hier die Anwendung zweier Tools von Uwe Sieber: USB-Drive-Letter-Manager (USBDLM, Freeware für den privaten und schulischen Einsatz) und RemoveDrive:

Der USBDLM weist definierten Geräten immer den gleichen Buchstaben zu und mit RemoveDrive kann man per Batch eben diesen Buchstaben bzw. das dort gemountete Gerät auswerfen.

USBDLM
Die Installation ist einfach: runterladen, entpacken, in ein genehmes Verzeichnis kopieren, INI-anpassen und _install.cmd ausführen.
Die Optionen der INI sind in der deutschen Hilfe bestens erläutert. Man kann z.B. einstellen, dass Laufwerke ab X GB einen anderen Buchstaben erhalten als kleinere – nett für USB-Festplatten.

Interessant sind v.a. folgende Optionen:

  • [DriveLetters]
    Letter1=U
    Letter2=

    Hier werden die Standardbuchstaben zugewiesen – ich verwende Laufwerk U:, wie USB ;-)
  • [Settings]
    NoMediaNoLetter=0
    Damit erscheinen MultiSlot-Kartenleser nicht in der Laufwerksliste, solange keine Karte drinsteckt.
  • [ExcludedLetters]
    Letter1=X
    Letter2=Y
    Letter3=Z

    Damit werden evtl. Netzwerklaufwerke reserviert
  • [DriveLetters10]
    DeviceType=MSCR
    Letter1=L
    Letter2=M

    Hier werden die Buchstaben für MultiSlot-Kartenleser zugewiesen.

Nach dem Editieren der INI muss die _install.cmd ausgeführt werden, damit sich der USBDLM als Dienst registriert und anschliessend _start.cmd, damit er auch läuft. Nach einem Rechnerneustart läuft er von alleine.
Nach Änderungen an der INI sollte man die _stop.cmd und danach die _start.cmd ausführen, damit die Änderungen auch greifen.

RemoveDrive
Hierbei handelt es sich um nur eine exe-Datei, die man hier herunterladen kann und dann einfach in ein genehmes Verzeichnis kopiert.
Die Benutzung ist denkbar einfach:
removedrive.exe u: -L -b
(-L wartet, bis Windows mit dem Gerät ferig ist und -b gibt eine entsprechende Meldung als Baloontip im Systray aus)

Das kann man sich für verschiedene Laufwerksbuchstaben als Batch ablegen – und vielleicht findet ja auch jemand die Möglichkeit, das ins Kontextmenü der Laufwerke einzubinden…

UPDATE Dezember 2009

Das ganze funktioniert auch unter Vista und Windows 7!

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5 Responses to USB-Laufwerks-Management unter Windows (W2K/XP)

  1. Uwe Sieber 31. August 2007 at 21:46 #

    Zum Entfernen der Laufwerksbuchstaben von Kartenlesern ohne Karte muss NoMediaNoLetter=1 gesetzt werden.

    Die _install.cmd installiert und startet den Dienst.

    Einstellungen bzgl. Lauferksbuchstaben kann man auch ohne Neustart des Dienstes ändern.

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  2. Stephan A. aus B. - 19. August 2007

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  3. Laufwerke von eingebauten Kartenlesern entfernen — Software Guide - 9. Dezember 2007

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  4. Backup reloaded | Stephan A. aus B. - 9. Februar 2008

    [...] auf Laufwerk D:, so dass sich die Kopieraktion recht einfach gestaltet. Mit den entsprechenden Tools werden USB-Platten immer als Laufwerk U: eingebunden, daher der Zielpfad [...]

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