Google-Mail als Postzentrale
Über die böse böse Datenkrake Google ist schon genug gesagt und geschrieben (siehe auch hier) worden – mit Mail, Reader, Maps, Adsense, Kalender und Text dringt Google stark in das online-Leben ein. Daten- und Persönlichkeitsschutz ist sicher ein Thema, aber das soll hier (momentan) nicht behandelt werden.
Interessanter finde ich die Möglichkeiten, die Googlemail bietet. Ich setze Googlemail schon lange ein, um ortsungebunden mails zu lesen und zu bearbeiten. Dazu leite ich alle mails meines “echten” mailaccounts automatisch an meine Googlemail-Adresse weiter.
Es hat sich für mich immer mehr herauskristallisiert, dass ich Googlemail als zentrales Mailprogramm nutze, nicht zuletzt wegen des gelungenen Integration in Netvibes und wegen des Clients für Mobiltelefone.
Alle paar Tage dann noch die längst gelesenen mails mit Thunderbird herunterzuladen und zu sortieren war/ist dann eher eine lästige Pflichtübung, zumal der Spamfilter von Google einen Tick besser funktioniert als der vom Thunderbird…
Natürlich habe ich vor Jahren schon meinen Thunderbird auf meinem PC (Linux und Windows) so eingestellt, dass die mailbase auf einem gemeinsamen Datenlaufwerk liegt. Das macht Neuinstallationen und Datensicherungen einfacher (hier wirds auch erklärt, ich nutze die Variante 2)
Dennoch stellt sich zwangsläufig die Frage, wie mensch in Zukunft und in einer “mobilen Welt” mit seinen mails umgehen will… vertraut man alles Google an und hat dafür überall Zugriff?
Oder schleppt man gar auf einem USB-Stick Thunderbird portable und seine mailbase mit sich rum? Schlecht hinter einer Firewall und schlecht, wenn mann verschiedene Betriebssysteme einsetzt.
Ich habe mich für Googlemail entschieden – und meine email-Accounts dort zum POP3-Abruf hinterlegt. Die Weiterleitungen der originalen Accounts muss man natürlich löschen – doppel gemoppelt ist nicht immer besser. Es werden alle 2 -3 Minuten die mails abgerufen, so dass man immer recht aktuell ist. Die Editor-Funktionen sind m.E. mehr als ausreichend.
Bei der Einrichtung habe ich dann noch Tags vergeben, mit denen die mails jeweils gekennzeichnet werden, damit man sieht, woher welche mail kommt:
Nettwerweise bietet Googlemail auch die Möglichkeit, die mails mit der “Identität” des eigentlichen mail-Accounts zu schicken incl. der entsprechenden Antwortadresse.
Freundlicherweise hat die Bundesregierung mit ihrem Gesetzesentwurf zur Vorratsdatenspeicherung bei Google zu einer leicht panischen Reaktion geführt. Mal sehen, wie das weitergeht. Glücklicherweise ist mein GoogleAccount zu einer Zeit eingerichtet worden, zu der es in Deutschland kein Googlemail gab ![]()
Update:
Nette Erscheinung am Rande: mein geliebter mail-notifier (unter Ubuntu – Gnome) kann auch mit Googlemail – und sogar so eingestellt werden, dass ein Klick auf das Panelsymbol im Browser die letzte Googlemail-Mail öffnet.
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